HochDrei e. V. – Bilden und Begegnen in Brandenburg

Sowas gibt es heute nicht mehr: Bericht einer Teilnehmerin, die in Torun dabei war

„So was gibt es ...“ - diese vier Worte wurden im gleichnamigen Projekt von den Jugendlichen, aus Polen und Deutschland, zwischen 16 und 21 sowohl als Feststellung also auch als ungläubiger Ausruf benutzt. Was man unter dieser Wortgruppe alles verstehen kann brachten uns 2 Teamer und 1 Teamerin als auch, als tatkräftige Unterstützung, eine Sprachmittlerin nahe.

Unsere Unterkunft, ein Fort mit großem geschichtlichem Hintergrund bildete eine etwas kuriose und zuerst auch abschreckende Kulisse für unser Seminar. Jedoch besserte sich die wohnliche Atmosphäre als dieselbe in der Stimmung der Gruppe wuchs. Durch Spiele, die zum Nachdenken und zu Diskussionen über Toleranz, das eigene Denken und Möglichkeiten der Beeinflussung, anregten, gewannen die Teilnehmer/-innen an Vertrauen, öffneten sich und ließen sich inspirieren.

Nicht nur Spiele auch die Erkundungen der Umgebung (z.B. die Innenstadt von Torun mit Aufenthalt im Planetarium und in einer historischen Bäckerei) mit dazugehöriger Geschichte wurden unternommen und als Inspiration für den zweiten und produktiven Teil des Seminars genutzt.

Im Laufe der ersten Tage teilten wir uns in kleine Arbeitsgruppen mit verschiedenen Themen und unterschiedlicher medialer Umsetzung ein. In den nächsten Tagen wurde geackert gelacht geflucht (über die üblichen kleinen Schwierigkeiten mit zum Beispiel den verschiedenen Programmen am Computer) und besonders der Kreativität freien Lauf gelassen. Es wurde fleißig interviewt gefilmt getippt geklickt und recherchiert. Die Ergebnisse wurden am Samstag in einer Präsentation der jeweiligen Kleingruppe dargestellt. Und danach tatkräftig gefeiert.

Die fertigen kreativ lehrreichen Produkte sind sowohl in unserm eigens dafür angefertigtem Blog (www.friend-foe.blogieren.com) als auch auf der Internetplattform Youtube (Links zu den einzelnen Ergebnissen am Ende des Artikels) zu bewundern.

Durch die binationale Arbeit an den Projekten wurde das Wissen der Teilnehmer sowohl bewusst als auch unbewusst erweitert. Die vorerst vorliegende Sprachbarriere ist nach den ersten Tagen keinem weiter schwergefallen. Durch gezielte Spiele mit z.T. nachfolgender Auswertung wurde das Thema Diversity den Teilnehmern nahegebracht. Auch das all abendliche Zusammensein hat garantiert bei allen beteiligten einen Eindruck der anderen Kultur hinterlassen.

Es waren ereignisreiche acht Tage, mit überraschenden Ergebnissen, in denen sich Freunde gefunden haben, neue Blickpunkte beleuchtet wurden und dem einen oder anderen Stoff zum Nachdenken über eigene Ansichten gaben.

zurück zur Übersicht

 

erstellt und ©: 11/99, HochDrei e.V.
zuletzt aktualisiert: 02/2012