Herrschaft durch Psychatrie und Geschlecht
27. bis 28. März 2010
in Potsdam
Kosten: 0,00
Partner: Diese Bildungsveranstaltung wird gefördert durch den Kinder- und Jugendplan des Landes Brandenburg.
Leitung: Tabea Bergner
verantwortlich: Tanja Berger
Zielgruppe: am Thema interessierte Menschen
Obwohl viele selbst oder durch Freund_innen/Bekannte schon im Kontakt zur Institution Psychiatrie stehen und die Zahl der Betroffenen auch in der Linken eher wächst, steht das Thema weit außerhalb alltäglicher linker Szenediskurse. Zudem ist der Umgang dominiert von Unsicherheiten und Vorurteilen gegenüber sogenannten psychisch kranken Menschen. Das Thema selbst ist in den Bereich des Persönlichen gedrängt und wird nur selten im Zusammenhang mit Gesellschafts- und Kapitalismuskritik gesehen.
In diesem Seminar soll es um die gesellschaftliche Verortung der Psychiatrie gehen, wie entstand diese, welche Funktion erfüllt sie?
Es soll die Normierungswirkung und Einbindung in Unterdrückungsverhältnisse von Psychiatrie herausgearbeitet und am Beispiel der Verknüpfung mit der Kategorie Geschlecht verdeutlicht werden - wie und wo dient Psychiatrie zur Etablierung und Festigung von Zweigeschlechtlichkeit und festen Geschlechterrollen?
Schließlich wollen wir einen Blick auf die antipsychiatrische und psychiatriekritische Bewegung und entsprechende Einrichtungen werfen und nach Möglichkeit und Interesse Alternativen diskutieren.
Auch unser persönliches soziales Umfeld und unser eigenes Denken und Verhalten spielt dabei eine Rolle. Was empfinden wir als normal/anormal? Wie gehen wir damit um?