HochDrei e. V. – Bilden und Begegnen in Brandenburg

Konzept und Ziel unserer internatonalen Begegnungsprogramme

Die internationalen Begegnungen sind Ort, Auslöser und Begleitung interkulturellen Lernens. In der Auseinandersetzung mit der eigenen und der fremden kulturellen Identität soll voneinander gelernt werden.

Dies schließt ein, dass die TeilnehmerInnen ihre eigene Sichtweise relativieren, Verständnis für Anderes aufbringen, Vorurteile abbauen und auch Mechanismen von Vorurteilen und Rassismus erkennen lernen. Sie sollen darin gefördert werden, Einsicht in gesellschaftliche Zusammenhänge zu gewinnen und solidarisches Handeln einzuüben.

Eine weitere wichtige Intention besteht darin, das Verständnis und Interesse für politische Zusammenhänge zu vertiefen. Insbesondere sollen gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen und Hintergründe erkannt, Normen und Werte kritisch hinterfragt werden.

Im Vordergrund der Begegnungen steht der gemeinsame Begegnungscharakter, weniger das Ziel gerichtete Lernen. Die Themen der Seminare sind nicht in erster Linie Inhalt, sondern Methode für die Begegnungen. Diese Begegnungen sind nicht nur ein Lernort für die TeilnehmerInnen, sondern auch für die TeamerInnen. Sie sind in der Regel fast gleichaltrig, so dass ein Gleich zu Gleich entstehen kann und durch das Prinzip der Selbstorganisation eine Teilhabe an Verantwortung und Selbstbestimmung aller TeilnehmerInnen und ein gleichberechtigter und emanzipatorischer Umgang miteinander möglich ist. Die Begegnungen sollen ein Ort sein, für eine individuelle Persönlichkeitsentwicklung, für das Erkennen von Stärken und Schwächen und die eigene Rolle innerhalb einer Gruppe oder eines Teams. Durch ein gesteigertes Selbstwertgefühl und durch bewusste Eigenverantwortlichkeit wollen wir die jungen Menschen dazu ermutigen und befähigen ihr Leben selbst aktiv und kreativ zu gestalten und ihnen die Möglichkeit für Handlungsfähigkeit in Schule, Beruf und Gesellschaft aufzuzeigen.

TeamerInnenausbildung

Die TeamerInnen dieser Begegnungen benötigen für die Leitung von internationalen Jugendbegegnungen und Seminaren besondere Qualifikationen und Kompetenzen. Auf unseren Ausbildungsseminaren werden diese Kenntnisse vermittelt. Kenntnisse über Organisationsabläufe (Förderungsmöglichkeiten, Beantragung von Maßnahmen, Sachberichte, Abrechnung), Kenntnisse der rechtlichen Rahmenbedingungen in der Betreuung Minderjähriger, spezielle Kenntnisse über interkulturelle Kommunikation, Sprachanimation, Kulturstandards und Ideen zu multikulturellen Verständigungssituationen.

Vier Grundprinzipien verfolgen wir mit unserer Arbeit: das interkulturelle und soziale Lernen, die Selbstorganisation oder Beteiligung von jungen Menschen und Geschlechterdemokratie bzw. die Umsetzung von Gender Mainstreaming.

Ein breites Repertoire an spielerischen und vermittelnden Methoden für verschiedenste Gruppensituationen (Warming up`s, Kennenlernenspiele, Vertrauensspiele, Kooperationsspiele, Abenteuerspiele, Reflexionsübungen) wird vermittelt sowie allgemeine soziale Kompetenzen und Fähigkeiten wie Selbst- und Fremdwahrnehmung, Interaktionsfähigkeit, Mut zum eigenen reflektierten Leitungsstil, Selbstbewusstsein und Souveränität in Konfliktsituationen sowie eine übergreifende Reflexionsfähigkeit.

Methodisch steht dabei immer wieder die Gruppenarbeit im Vordergrund und das Prinzip des "Learning by doing": Erfahrungs- und handlungsorientiertes Lernen, also teilnehmerInnenaktive Methoden, theoretische Inputs und immer wieder die Reflexion des eigenen Handelns.